Für das Thema Müll sensibilisieren

Raphael Lehmann (TBO) und der Vorstand der Bürgergemeinschaft Stadtmitte haben sich zum Austausch getroffen.

Offenburg (red/ins). Der Vorstand der Bürgergemeinschaft Stadtmitte hat sich mit Raphael Lehmann, Geschäftsbereichsleiter Technische Dienste, im Palmenhaus der TBO getroffen. Das geht aus einer Mitteilung hervor. Nicht nur seit Corona sei zu beobachteten, dass das Müllaufkommen in den Innenstädten immer mehr zunehme. Auch die TBO würden derzeit neue Wege suchen, die Problematik in den Griff zu bekommen. Durch Digitalisierung und konkreter Erfassung von Abfall-Hotspots soll die Effizienz der Entsorgung gesteigert werden, heißt es in der Mitteilung der Bürgergemeinschaft. Beispielsweise werden die unterirdischen Mülleimer mit Sensortechnik ausgestattet. Dann lasse sich erkennen, ob der Müllbehälter gefüllt ist, oder gegebenenfalls nur durch eine Pizzaschachtel verstopft. Ein Anfahren und händisches Überprüfen werde dadurch vermieden.

Auch über die Anschaffung von Mülleimern mit einer integrierten Presse werde nachgedacht. „Wir als Bürgergemeinschaft haben uns natürlich auch im Vorfeld Gedanken gemacht und unsere Ideen vorgetragen“, heißt es in der Mitteilung. Sowohl TBO als auch die Bürgergemeinschaft sehen das Thema Aufklärung als wichtig an. Es werde auch darüber nachgedacht, die Mülleimer mit Piktogrammen oder ähnlichem zu versehen, aus denen ersichtlich wird, wo und wie weit entfernt sich der nächste Mülleimer befindet.

Bewusstsein für die Problematik zu schaffen sei das gemeinsame Ziel: Plakate könnten helfen Besucher, Anwohner, Handel und Gastronomie in der Innenstadt für das Thema zu sensibilisieren, heißt es in der Mitteilung.

Quelle Offenburger Tageblatt:

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So lebt es sich im neuen Quartier

Treffen mit frisch Zugezogenen, Alteingesessenen und Bewohner auf Zwischenstation: Die Premiere des Feierabendhocks im Mühlbachquartier war ein Erfolg. Erste Kontakte wurden geschlossen.

Das Mühlbachgebiet hat sich in den vergangenen Jahren gewaltig verändert. Aus den ehemaligen Burdaund Spinnerei-Arealen ist ein schmuckes Wohngebiet für alle Generationen geworden mit eigener Kita und überregional beachteter Grünfläche entlang des Mühlbachs. Allein die Soka-Bau hat hier in den vergangenen Jahren rund 270 Wohneinheiten errichtet, und auch andere Investoren und Baugenossenschaften haben hier direkt im Herzen der Stadt ein attraktives Stadtquartier entwickelt oder sie stehen kurz vor der Vollendung.

Rund 400 Wohneinheiten auf dem Mühlbachareal waren Grund genug für die Stadt sowie für Hermann Kälble vom Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt nach monatelangem Lockdown mit einem Feierabendhock eine Plattform zu schaffen, damit sich die Quartierbewohner besser kennenlernen oder auch erste Freundschaften schließen können. Die Premiere des Quartiertreffens fand am vergangenen Donnerstagabend zwischen Mühlbachufer und Villa Bauer statt. Rund 40 Einwohner waren gekommen, neuzugezogene wie auch alteingessensene Quartierbewohner.

Während Sänger Stefan Feisst die passende Musik beisteuerte, lernten sich beim Feierabendhock alte und neue Bewohner des Mühlbachquartiers kennen. (Foto: Volker Gegg)

„Wir sind sehr zufrieden mit der Premiere heute. Viele sind ja derzeit in Urlaub oder arbeiten noch. Aber die, die gekommen sind, bilden sämtliche Generationen ab von jungen Familien bis zu Ehepaaren im Seniorenalter“, erklärt Kälble. Auch Anita Rost von der Bürgergemeinschaft Innenstadt ist zufrieden und hat mit einigen der Feierabendhockgäste schon erste Kontakte geknüpft.

Nähe zur Innenstadt„Wir wohnten hier am Burda-Park, bereits lange bevor hier gebaut wurde. Die Leute, die jetzt hier wohnen, sind sehr angenehm, das Leben hier hat sich keinesfalls verschlechtert“, erklärt eine alteingessessene Quartierbewohnerin. Ihre Gesprächspartnerin Stefanie Knopf wohnt mit ihrem Ehemann dagegen erst seit Anfang Juli im Quartier. „Wir sind von Durbach hierher gezogen, um näher an der Stadt zu sein. Uns gefällt es hier sehr gut, die Nachbarn sind nett und zuvorkommend und haben sich auch nicht gestört, als wir hier eingezogen sind und so mancher Karton dabei das Treppenhaus belagert hat“.

Knopf äußert sich gespannt darauf, was im Quartier in den nächsten Monaten noch realisiert werden soll, „wir freuen uns auf das zukünftige kulturelle Angebot hier im Kesselhaus. Ich bin neugierig, was da alles passiert, und auch das Orbau-Gebäude wird spannend, da soll ja auch eine gastronomische Einrichtung rein.“

Katzenfreunde

Und da das Ehepaar Katzenbesitzer ist und ab und zu mal für ihre Samptpfote eine Betreuung benötigt, hat es in ihrer Nachbarschaft Zettel verteilt mit der Bitte an Interessierte, sich beim Feierabendhock einzufinden. „Eine junge Katzenfreundin hat sich gerade gemeldet und jetzt lernen wir uns hier zum ersten Mal persönlich kennen“.

Sven Schirmer, Anfang 30, ist mit seiner vierköpfigen Familie vor neun Monaten ins Quartier gezogen. „Wir fühlen uns hier richtig wohl, in die Stadt ist es ja nur ein Katzensprung, und vieles kann man hier auch ohne Fahrzeug erledigen“, erklärt der Familienvater. Neben frischem Obst und kleinen Snacks serviert das Team des Stadtteilzentrums auch Getränke. Einige Besucher haben gleich ihre eigenen Sitzgelegenheiten wie Campingstühle und Liegedecken mitgebracht. „Fast wie bei einem Picknick“, freut sich Anita Rost, während Gitarrist Stefan Feisst mit aktuellen Hits und Klassikern für den passenden musikalischen Sound zum Premieren-Feierabendhock im neuen Quartier sorgt.

Artikel und Foto: Volker Gegg
Quelle Offenburger Tageblatt:

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Musikpavillon im Bürgerpark lebt wieder

Sänger Tóke bittet zum Akustik-Reggae-Konzert

Im Zuge seiner Pop-Up-Tour gibt Reggae-Künstler Tóke am Donnerstag, 12. August, 20 Uhr, im Offenburger Bürgerpark ein Akustik-Konzert, teilt das Kulturbüro mit. Tóke zählt zu den aufstrebendsten Reggae-Newcomern Deutschlands. Im Rahmen seiner EP-Veröffentlichung ist er aktuell auf kleiner Pop-Up-Deutschland-Tournee und spielt beispielsweise Open-Air beim Club Bahnhof Ehrenfeld in Köln oder ein Wohnzimmerkonzert in Freiburg.

Sänger Tóke gibt sich am Donnerstag im Bürgerpark die Ehre. (Foto: Alex Kleis)

Tóke kann auf eine Zusammenarbeit mit den Großen der Szene wie Gentleman und Walshy Fire zurückblicken, teilt das Kulturbüro weiter mit. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Die Gäste können Sitzgelegenheiten wie Picknickdecken mitbringen.

Der Musikpavillon steht aktuell wegen seines schlechten Zustands im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Bürgergemeinschaft Stadtmitte hatte überdies eine Belebung gefordert.

Quelle Offenburger Tageblatt:

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Alkoholfreier Sekt war Verkaufsschlager

„Bürgerparkfest unterwegs“ war großer Erfolg

Bei bestem Wetter war das „Bürgerparkfest unterwegs“ ein voller Erfolg, schreibt die Bürgergemeinschaft Stadtmitte in einer Pressemitteilung. Ab 13 Uhr gab es beim Stand der Bürgergemeinschaft kühle Getränke und Gebäck. Der alkoholfreie Rosésekt im Rosengarten sei ein Verkaufsschlager gewesen. Bei der Fotoausstellung „Damals und Heute“ kamen laut Mitteilung Alt-Offenburger, Gäste und Neu-Offenbuger ins Gespräch. Vieles habe sich verändert und manches sei gleich geblieben – oder kommt wieder, „so wie unser Heinerle…“

Im Rosengarten kamen Alt-Offenburger, Gäste und Neu-Offenburger ins Gespräch.
(Foto: Bürgergemeinschaft)

Für die Kinder gab es ein Rosengarten-Quiz, bei dem auch die Eltern ins Grübeln gekommen seien. Natürlich konnte man auch etwas gewinnen. „Passend zum Sonnenschein gab es für die erfolgreiche Absolvierung des Quiz ein Bollen Eis beim Eiscafé Zampolli“.

Gedichte zur RoseAber auch der Rosengarten lud zum Flanieren ein und zwischen den Blüten hingen dutzende Gedichte um das Thema Rose. Schon jetzt freut sich die Bürgergemeinschaft auf das Bürgerparkfest im kommenden Jahr.

Quelle Offenburger Tageblatt:

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Erleichterung für Bauherren

Weil eine Stellplatzverpflichtung in der dicht bebauten Altstadt Neu- und Umbauvorhaben beeinträchtigt, will die Stadtverwaltung diese für den Bereich innerhalb der Stadtmauer aufheben.

Die Offenburger Stadtverwaltung plant, die Stellplatzverpflichtung in der Altstadt innerhalb der historischen Stadtmauer bei Neuund Umbauten aufzuheben. Das geht aus der Beschlussvorlage für den heute Abend stattfindenden Planungsausschuss hervor. So soll es Eigentümern und Bauherren erleichtert werden, Um- und Neubauten vorzunehmen, ohne dafür in der räumlich beengten Innenstadt weitere Stellplätze nachweisen zu müssen.
So solle auch der motorisierte Individualverkehr von Personen, die keine Anwohner sind, aus der Innenstadt herausgehalten werden. Diese sollen zu bestehenden Parkhäusern am Altstadtrand gelenkt werden, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Altstadt weise aufgrund ihrer zentralen Lage eine besonders gute Anbindung an den ÖPNV auf und sei für kernstädtische Bewohner auch gut fußläufig oder mit dem Fahrrad zu erreichen.
Nach der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO) sind bei der Errichtung von Gebäuden ausreichend Stellplätze entsprechend dem dadurch ausgelösten Kfz-Verkehr herzustellen. Gemeinden sind laut Beschlussvorlage aber dazu ermächtigt, die Stellplatzverpflichtung „für das ganze Gemeindegebiet oder für genau abgegrenzte Teile des Gemeindegebiets einzuschränken, soweit Gründe des Verkehrs oder städtebauliche Gründe oder Gründe sparsamer Flächennutzung dies rechtfertigen“. Auch die komplette Aufhebung der Stellplatzverpflichtung sei möglich.
Der Zwang zum Nachweis von Stellplätzen führe in der hoch verdichteten Altstadt zu Schwierigkeiten für die Bauherrschaft und könne im Einzelfall „notwendige und für die Belebung der Altstadt wünschenswerte Bauvorhaben beeinträchtigen“. Dies betrifft sowohl Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben als auch Neubauvorhaben und Nutzungsänderungen, wie es in der Beschlussvorlage heißt.

Die Fläche am Eckgrundstück Kittelgasse 10 ist jahrelang als Stellplatz genutzt worden und kann nun von einem Investor bebaut werden. Vorhandene Stellplatz-Baulasten stellten dabei laut Stadt zunächst ein großes Hindernis dar. (Archivfoto: Sophia Körber)

Bei Neubauten von Wohngebäuden in der Altstadt würde in Einzelfällen bereits von einer Abweichung der Stellplatzverpflichtung (ein Kfz-Stellplatz je Wohneinheit) Gebrauch gemacht. Dies sei zulässig, wenn die Herstellung „bei Ausschöpfung aller Möglichkeiten, auch unter Berücksichtigung platzsparender Bauarten der Kfz-Stellplätze oder Garagen, unmöglich oder unzumutbar ist“. Diese Abweichung gilt nur für Wohnungen und nicht für gewerbliche oder gastronomische Nutzungen.

12 782 Euro AblöseDer Stellplatznachweis ist in der eng bebauten Altstadt in der Regel nicht auf dem Baugrundstück oder einem Grundstück in der näheren Umgebung möglich. Dies könne laut LBO auch auf einem anderen Grundstück in zumutbarer Entfernung erfolgen. Hierfür ist dann eine öffentlich-rechtliche Baulast einzutragen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Ablösebetrag an die Gemeinde zu zahlen. Dies ist nur für gewerbliche oder sonstige Nutzungen, aber nicht für Stellplätze zugunsten von Wohnungen möglich. Die Ablösesumme je Stellplatz beträgt in der Innenstadt aktuell 12 782 Euro.
Vorhandene Stellplatz-Baulasten stellen laut Vorlage ein erhebliches Hindernis dar, minder genutzte Grundstücke einer neuen Nutzung zuzuführen. So sei es eine große Kraftanstrengung für die Bauherrschaft und die Verwaltung gewesen, das jahrelang als Stellplatzfläche genutzte und entsprechend belastete Eckgrundstück Kittelgasse 10 von der Baulast zu befreien.

Als freiwillige LeistungDie Abschaffung der Stellplatzverpflichtung in der Altstadt würde zu keinen nennenswerten Einbußen im städtischen Haushalt führen, da solche Ablösen unregelmäßig und in nicht kalkulierbarer Höhe in den städtischen Haushalt fließen.
Bei größeren Neubauvorhaben und wo keine zwingenden Gründe gegen die Herstellung von Stellplätzen sprechen, etwa aufgrund der Lage und Größe des Grundstücks, werden laut Vorlage auch künftig Stellplätze in ausreichender Anzahl hergestellt werden, da die Investoren in der Regel aus Vermarktungsgründen hieran ein eigenes Interesse haben. Dies würde dann in der Altstadt aber nicht aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung erfolgen, sondern als freiwillige Leistung.

HINTERGRUND
Ein lachendes und ein weinendes Auge
„Grundsätzlich begrüßen wir, dass die Stellplatzverpflichtung in der Innenstadt wegfallen soll“, sagt Ingo Fritz, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Stadtmitte, auf OT-Anfrage. Dass die Ablösesumme wegfällt, findet die Bürgergemeinschaft gut, da „keine Parkplätze gebaut wurden, sondern nur Kosten entstanden sind“, so Fritz. Es wird einfacher, in der beengten Altstadt zu bauen und die Innenstadt so attraktiver.
Auf der anderen Seite stehe aber die Frage, was mit den kleinen Flächen, die derzeit als Parkplatz genutzt werden, passiert. „Autos, die jetzt auf Flächen stehen, die einmal bebaut werden sollen, brauchen einen Ersatzparkplatz“. so Fritz.
Die Parksituation sei für Anwohner in der Innenstadt sowieso schon sehr eng, wenn weitere kleine Parkmöglichkeiten wegfallen, würde es noch enger. sb

Quelle Offenburger Tageblatt:
Text: Sandra Biegert
Archivfoto: Sophia Körber

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